Doom Patrol – Serie

Viele Serien schaut man, weil sie gute Unterhaltung sind. Aber auch nicht mehr. Und dann gibt es diese wenigen ganz besonderen Serien, die einen auch noch Wochen später beschäftigen.

So eine besondere Serie ist „Doom Patrol“. Kurz gefasst geht es um eine Gruppe Anti-Superhelden, die die Welt retten sollen.

Anti-Superhelden? Sie waren alle mal ganz durchschnittliche Menschen. Haben jetzt aber eine besondere Eigenschaft oder Kraft, zu der sie auf nicht natürlichem Weg gekommen sind und auf die sie alle eigentlich lieber verzichten würden.

Da wäre zum Beispiel der Rennfahrer, von dem jetzt nur noch das Gehirn übrig ist, in einer Blechbüchse. Oder die Schauspielerin, die gerne mal die Fassung verliert, leider oft in unpassenden Momenten. Der Pilot, der trotz übelster Verbrennungen und Verstrahlungen nach einem Unfall noch immer lebt, dank eines Wesens in sich, mit dem er auch nach Jahren nicht so wirklich die gleiche Wellenlänge gefunden hat. Es gibt eine junge Frau mit 64 verschiedenen Persönlichkeiten und einen jungen Mann der nur dank kybernetischer Körperteile überlebt.

Zusammengeführt wurden sie vom Chief, der jetzt dummerweise verschwunden ist. Die letzten Jahre hatten sie alle geschützt in ihrer kleinen WG verbracht. Aber jetzt sollen sie sich der Welt da draußen stellen um den Chief zu retten. Da geht es natürlich ganz schön rund.

Was macht die Serie so besonders? Die vielen wirklich schrägen Ideen, unendlich viele Anspielungen auf Klassiker der Phantastik und die bemerkenswerten schauspielerischen Fähigkeiten.

Einem Roboter, der nur mit den Augen klimpern und den Kiefer bewegen kann so viel Ausdruck zu verleihen, ist eine Kunst. Ebenso zig verschiedene Persönlichkeiten zu spielen, die sich in einer Person vereinen. Da ist von Baby Doll über die Schlägerin bis zur Professorin alles dabei und man fragt sich immer wieder mal kurz, ob das wirklich nur eine Schauspielerin ist. Ist es, eine unglaublich wandlungsfähige, die mich sehr beeindruckt hat.

Ein kleiner Eindruck der schrägen Ideen? Ein Charakter der Serie ist Danny, eine genderqueere Straße, die ihren Standort verändern kann. Danny wird seit Jahren vom Büro für Normalität gejagt, ist aber trotzdem immer für alle die ein Zufluchtsort, die aus verschiedenen Gründen in der „normalen“ Gesellschaft anecken.

Mehr will ich jetzt gar nicht verraten, denn gerade das entdecken all der mal verrückten, mal berührenden Themen und Charaktere macht den Reiz dieser Serie aus. Im Trailer ist das nicht wirklich ersichtlich, aber man lernt schon mal die Charaktere kennen. Wer offen für Wahnsinn ist, sollte reinschauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.