„Das Institut“ von Stephen King

Luke ist zwölf Jahre halt, hochintelligent und leicht paranormal veranlagt. Wenn er sauer wird, kann schon mal ein leeres Pizzablech auf den Boden fliegen, ohne dass es jemand angefasst hat.

Eines nachts hält ein schwarzer SUV vor dem Haus seiner Eltern, er wird entführt und wacht im Institut wieder auf. Dort ist er nicht das einzige Kind mit besonderen Fähigkeiten, sie alle sind entweder TK oder TP. Telekinetisch oder telepathisch begabt. Was das Institut ist, wissen die Kinder nicht. Nur dass Tests mit ihnen gemacht werden und sie immer wieder gefragt werden, ob sie die Blitze gesehen haben. Nach einer Weile im Vorderbau verschwinden die Kinder, eines nach dem anderen, im Hinterbau. Was dort geschieht, weiß niemand, nur dass sie diese Kinder nie wieder sehen.

Gibt es einen anderen Weg, als den in den Hinterbau? Eine Fluchtmöglichkeit? Luke will versuchen, seine Freunde zu retten. Denn das sind sie in der Not geworden. Kinder, die so unterschiedlich sind, dass sie im normalen Leben kaum miteinander gesprochen hätten, werden hier zu einer engen Gemeinschaft. Sie haben nur noch sich.

Ich lese wenig von Stephen King, aber ab und an packt mich eine Inhaltsangabe und ich kann nicht widerstehen. „Joyland“ hatte ich gelesen und sehr gemocht. Es sind eher seine ruhigen Bücher, die mich interessieren. Auch „Das Institut“ ist die meiste Zeit ein eher ruhiges Buch. Natürlich gibt es den großen Showdown, bei dem man das Buch auch nicht mehr weglegen kann. Aber bis dahin hat man schon viele Seiten gelesen, auf denen gar nicht so wirklich viel geschehen ist. Trotzdem war einem nicht langweilig, was King meisterlich beherrscht, ist der Aufbau und die Entwicklung von Charakteren. Die machen seine Romane so stark.

„Das Institut“ hat mich nicht vor Spannung zittern lassen, aber mich durchgehend so gut unterhalten und langsam aber sicher Spannung aufgebaut, dass mir zum ersten Mal seit einer ganzen Weile beim Lesen eines Romans nicht langweilig wurde. Solide Unterhaltung mit einem guten Schuss Spannung am Ende.

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